Wer sich mit Peptide beschäftigt und eine Seite mit den wesentlichen Informationen sucht, ist hier richtig: Definitionen, Kontext, Studienlage und wiederkehrende Fragen.
Diese Seite wurde am 2026-07-30 aktualisiert und wird regelmäßig bei neuen Erkenntnissen überarbeitet.
== Wirkungsmechanismus == Die Lösung aus dem Sauerstoffträger (hemoglobin-based oxygen carrier, HBOC) Hämoglobin-Glutamer in modifizierter Ringer-Lactat-Lösung wird intravenös infundiert. Nach der Infusion zirkulieren die vernetzten Hämoglobinmoleküle im Plasma und transportieren Sauerstoff – unabhängig von den roten Blutkörperchen. Es hat somit eine identische Wirkung, ist jedoch kleiner, weniger viskos und gibt den Sauerstoff im Gewebe schneller und einfacher frei als normales Hämoglobin. Damit kann es auch dann wirken, wenn Erythrozyten aufgrund von Stenosen in den Blutgefäßen oder aufgrund eines zu niedrigen Blutdruckes keine Wirkung mehr entfalten kann. Eine Besonderheit ist auch, dass es innerhalb von wenigen Minuten wirksam ist, während sich die Effekte der Erythropoetingabe erst nach mehreren Wochen zeigen.
Quellen: de.wikipedia.org
== Tiermedizin == Oxyglobin ist in den USA seit 1998 und in der EU seit 2004 zugelassen zur Behandlung der klinischen Anzeichen einer Anämie bei Hunden. Diese kann alternativ nur durch Bluttransfusionen behandelt werden, was in Europa aufgrund der ungenügenden Verfügbarkeit von Spenderblut nur begrenzt möglich ist. Oxyglobin ist ausschließlich für die einmalige Anwendung vorgesehen und darf Hunden, die bereits früher mit Oxyglobin behandelt wurden, nicht verabreicht werden.
Quellen: de.wikipedia.org
== Humanmedizin == Als erstes Mittel seiner Produktklasse (first-in-class product) ist Hemopure seit 2001 in Südafrika zugelassen zur Behandlung der akuten Anämie bei Erwachsenen (beispielsweise perioperativ) wenn eine Bluttransfusion nicht möglich ist (vorübergehender Spenderblutersatz). Dennoch wird es dort nur selten angewendet. In Europa und den USA befindet sich Hemopure derzeit noch in klinischen Studien (Phase 3). PolyHeme wird aus humanem Hämoglobin hergestellt, wobei das native Tetramer zunächst mit Pyridoxin modifiziert und anschließend mit Glutaraldehyd polymerisiert wird. PolyHeme wurde in klinischen Studien untersucht, jedoch verweigerte im April 2009 die US-Arzneimittelzulassungsbehörde Food and Drug Administration dem von der US-Biotech-Firma Northfield Laboratories entwickelten künstlichen Blutersatz PolyHeme die Zulassung. Northfield Laboratories stellte daraufhin seine Arbeiten am Projekt PolyHeme aus Mittellosigkeit ein.
Quellen: de.wikipedia.org
== Missbrauch als Dopingmittel == Durch den erleichterten Sauerstofftransport ist Hemopure ein in Ausdauersportarten eingesetztes Dopingmittel. Im Vergleich zu EPO wirkt es jedoch innerhalb weniger Minuten und erhält seine Wirkung über mehrere Stunden, kann also auch unmittelbar vor einem Wettkampf gespritzt werden. Mögliche Nebenwirkungen sind Immunreaktionen bis hin zum Schock. Bengt Saltin, Leiter des dänischen Anti-Doping-Verbands, bestätigte bereits im August 2000 im Spiegel-Interview die Anwendung als Dopingmittel („Ich habe Quellen, die mir bestätigen, dass sich Fahrer bei der letzten Tour de France mit Hemopure gedopt haben“). Inzwischen ist Hemopure auch biochemisch nachweisbar. Am 20. Juli 2007 erklärte der US-Mountainbiker Whitney Richards, er habe 2002 für den Radprofi Michael Rasmussen Hemopure nach Italien transportieren sollen.
Quellen: de.wikipedia.org
Harnstoff (lateinisch und englisch urea), chemisch das Diamid der Kohlensäure, ist eine organische Verbindung. Er spielt eine wichtige Rolle in vielen biologischen Prozessen wie dem Stoffwechsel von Proteinen. Bei Säugetieren ist Harnstoff ein harnpflichtiges Stoffwechselprodukt, das hauptsächlich mit dem Urin und in geringem Umfang mit dem Schweiß ausgeschieden wird. Reiner Harnstoff, 1828 erstmals synthetisch hergestellt, ist ein weißer, kristalliner, geruchloser, ungiftiger und hygienisch unbedenklicher Feststoff, der sich gut in Wasser löst. Mit einem Produktionsvolumen von etwa 200 Millionen Tonnen pro Jahr ist er eine der meisthergestellten Chemikalien. Harnstoff ist ein viel genutzter Stickstoffdünger und Ausgangsstoff für die chemische Industrie, etwa für die Herstellung von Harnstoffharzen, die als Klebstoff, zur Imprägnierung oder Isolierung eingesetzt werden. Harnstoff dient darüber hinaus als Grundlage für die Synthese von Melamin, Barbitursäure, Coffein, Hydrazin und weiteren Chemikalien. In der Ernährung von Wiederkäuern lässt sich Harnstoff als Stickstoffquelle für die Bildung von Proteinen nutzen. Die Liste der unentbehrlichen Arzneimittel der Weltgesundheitsorganisation führt Harnstoff als in Salben und Cremes angewandtes, keratolytisches und hautanfeuchtendes Mittel bei trockenen, rissigen und juckenden Hautzuständen. Die Herstellung von Harnstoff aus anorganischen Ausgangsmaterialien war ein wichtiger konzeptioneller Meilenstein der Chemie und gilt als die Geburtsstunde der Biochemie.
Quellen: de.wikipedia.org
Der Niederländische Chemiker Herman Boerhaave entdeckte 1727 bei der Untersuchung von Urin den Harnstoff, den er sal nativus urinae nannte, „natürliches Salz des Harns“. Hilaire-Marin Rouelle gelang 1773 ebenfalls die Gewinnung von Harnstoff mit einer alkoholischen Fällung aus Urinrückständen. 1797 zeigte William Cruickshank, dass im Urin eine kristallisierbare Substanz vorhanden ist, die durch Salpetersäure gefällt werden kann. Damit hatte er den Harnstoff dargestellt. Louis-Nicolas Vauquelin wies (mit seinem Doktorvater A. F. de Fourcroy) Harnstoff im Tierharn nach und berichtete im Jahr 1800 darüber. Er wies außerdem nach, dass die von Rouelle gefundene Substanz identisch war mit einer Substanz, die Carl Wilhelm Scheele durch die Behandlung von Urin mit konzentrierter Salpetersäure erhalten hatte, und nannte die Substanz Harnstoff. 1812 stellte der Zoologe John Davy, ohne zu wissen, worum es sich bei dem Reaktionsprodukt handelte, aus Phosgen und Ammoniak künstlichen Harnstoff her. William Prout bestimmte 1817 die chemische Zusammensetzung von Harnstoff. Friedrich Wöhler stellte Harnstoff erstmals 1828 durch die Reaktionen von Silbercyanat (AgOCN) und Ammoniumchlorid (NH4Cl):
Quellen: de.wikipedia.org
Harnstoff gilt als die erste aus anorganischen Ausgangsstoffen synthetisierte organische Verbindung. Das widersprach der damals verbreiteten Vorstellung, dass organische Substanzen grundsätzlich nur von Lebewesen durch die so genannte vis vitalis (Lebenskraft) hergestellt werden könnten. Genau genommen erbrachte Wöhler bereits 1824 durch die Hydrolyse von Dicyan zu Oxalsäure den Nachweis, dass es für die Synthese organischer Moleküle nicht der „Lebenskraft“ bedarf.
Quellen: de.wikipedia.org
Peptide wird hier aus öffentlich zugänglicher Fachliteratur zusammengefasst: Definition, Einordnung und die Punkte, die in der Praxis wiederkehren. Angaben ohne Gewähr, keine medizinische Beratung.
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